Technische M+E-Berufe bei Auszubildenden besonders beliebt
Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen: Technische Ausbildungsberufe bieten Jugendlichen vielfältige Einstiegsmöglichkeiten und sollten in der Berufsorientierung stärker in den Blick rücken.
2025 haben in Deutschland 461.900 Menschen eine duale Berufsausbildung begonnen. Bei den männlichen Auszubildenden lag die Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatronikermit 22.300 Neuverträgen auf Platz 1. Auch rund 1.500 Frauen starteten in diesem Beruf.
Auf Platz 3 bei den Männern folgte die Ausbildung zum Elektroniker mit 13.800 Neuverträgen. Elektroniker planen, installieren und warten elektrische Anlagen und Systeme – von der Betriebstechnik bis zur Automatisierung. Damit arbeiten sie an Zukunftsthemen wie Digitalisierung und moderner Industrieproduktion.
Berufsorientierung: Technische Berufe für alle Jugendlichen öffnen
Bei den weiblichen Auszubildenden blieben die drei häufigsten Ausbildungsberufe unverändert:
● Medizinische Fachangestellte: 16.100 Neuverträge, 10 Prozent
● Kauffrau für Büromanagement: 14.900 Neuverträge, 9 Prozent
● Zahnmedizinische Fachangestellte: 13.400 Neuverträge, 8 Prozent
Die Zahlen können für den Unterricht und Gespräche zur Berufswahl ein guter Anlass sein, Rollenbilder zu hinterfragen. Technische Berufe sind keine reine Männerdomäne: Sie verbinden praktische Arbeit mit Kreativität, Teamarbeit, digitalem Arbeiten und Problemlösung. Fähigkeiten, die viele Jugendliche unabhängig von ihrem Geschlecht mitbringen.
Für Lehrkräfte lohnt es sich daher, M+E-Berufe möglichst konkret und praxisnah vorzustellen. Einblicke in reale Arbeitsplätze, Gespräche mit Auszubildenden, Praktika oder der Besuch des M+E-InfoTrucks können Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, eigene Interessen und Talente zu entdecken.
Weniger neue Ausbildungsverträge – mehr Auszubildende ohne deutsche Staatsangehörigkeit
Insgesamt sank die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge 2025 um 13.100. Bereits 2024 war sie um 1,0 Prozent zurückgegangen. Auffällig ist die unterschiedliche Entwicklung nach Staatsangehörigkeit: Die Zahl der deutschen Auszubildenden ging um 6 Prozent beziehungsweise 25.600 Personen zurück. Gleichzeitig stieg die Zahl der Auszubildenden ohne deutsche Staatsangehörigkeit um 18 Prozent beziehungsweise 12.400 Personen.
Zum Stichtag 31. Dezember 2025 befanden sich deutschlandweit 1.211.800 Menschen in einer dualen Berufsausbildung. Das waren 6.100 Personen oder 0,5 Prozent weniger als im Vorjahr.
M+E-Berufe im Unterricht sichtbar machen
Die Zahlen zeigen zweierlei: Die duale Ausbildung bleibt ein zentraler Weg in den Beruf. Zugleich braucht es gute Berufsorientierung, damit Jugendliche die ganze Bandbreite ihrer Möglichkeiten kennenlernen – auch die rund 40 technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufe der Metall- und Elektro-Industrie.
Auf zukunftsindustrie.de finden Lehrkräfte kostenlose Unterrichtsmaterialien zu Themen wie Künstliche Intelligenz, Photovoltaik und autonomes Fahren. Außerdem gibt es Informationen zu M+E-Ausbildungsberufen, zum M+E-InfoTruck und zu Ausbildungs-, Praktikums- und Berufseinstiegsangeboten in der Region.
Tipp für die Berufsorientierung: Lassen Sie Schülerinnen und Schüler technische Berufe nicht nur über Berufsbezeichnungen kennenlernen. Fragen Sie stattdessen: Welche Probleme werden in diesem Beruf gelöst? Welche Technologien kommen zum Einsatz? Und welchen Beitrag leisten die Tätigkeiten für Energieversorgung, Mobilität oder Klimaschutz?
Quelle: (Statistisches Bundesamt)